Am 15. Januar werden wieder Zehntausende zum Gedenken an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auf die Straße gehen. Doch was können wir heute von ihnen lernen? Sind die Konzepte der sozialistischen Arbeiter_innenbewegung nicht längst überholt?
Am Ro
ten Abend wird der Berliner Historiker Ralf Hoffrogge, der kürzlich im Schmetterling-Verlag das Buch „Sozialismus und Arbeiterbewegung in Deutschland“ veröffentlicht hat, erläutern, warum es wichtig ist, diese Geschichte zu kennen, um auch aus ihren Fehlern und Niederlagen zu lernen.
Hoffrogge wird sich unter anderem mit der Frage des Geschlechterverhältnisses sowie dem Umgang mit Homophobie, Rassismus und Antisemitismus in der deutschen Arbeiter_innenbewegung vor 1914 befassen.
Es wird gemeinsam mit dem Publikum auch um die Frage gehen, wie wir uns auf die Geschichte der Arbeiter_innenbewegung beziehen können, ohne in die Falle der Verklärung und des Totalverrisses zu gehen.
Wurden damals nicht schon Fragen gestellt, aber auch schon Antworten gegeben, die für eine emazipatorische Linke, im Kampf gegen Staat, Kapital und Nation weiterhin aktuell sind?
Rezension zum Buch auf dem Portal "Kritische Geschichte":
http://kritischegeschichte.wordpress.com/2011/12/13/ralf-hoffrogge-sozialismus-und-arbeiterbewegung-in-deutschland-von-den-anfangen-bis-1914/

