Der Begriff der „Intersektionalität“, der Anfang der 1990er Jahre von der US-amerikanischen Feminstin und Menschenrechtsaktivistin Kimberlé Crenshaw geprägt wurde, erfreut sich auch in deutschsprachigen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und politischen Praxiszusammenhängen zunehmender Beliebtheit. Mit dem Begriff ist mehr gemeint als die mittlerweile fast zur Phrase gewordene Aufzählung verschiedener sozialer Kategorien á la „race, class, gender“. In Theorie und Praxis der Intersektionalität geht es um die Analyse und Kritik komplexer sozialer Beziehungen, Subjektpositionierungen und um die unentwirrbare Verwobenheit von Macht und Herrschaft in gesellschaftlichen Strukturen.
In unserem Seminar wollen wir die Geschichte des Begriffs, seine unterschiedlichen Bedeutungen und Verwendungen sowie exemplarisch einige prominente Beiträge zur Debatte um Intersektionalität diskutieren. Dabei wollen wir die Frage stellen, was „Intersektionalität“ zu einer kritischen Theorie der Gesellschaft beitragen kann.
Sommersemester 2009
Mittwochs, 14.00-16.00 Uhr (2 SWS)

