Videoüberwachung ist seit den 1990er Jahren im städtischen Raum allgegenwärtig. Keine Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr ohne Videoaufzeichnung, kaum ein Schritt in der City ohne Kameraüberwachung, keine Demo ohne polizeiliche Totalüberwachung. Wir fragen nach den aktuellen technischen Möglichkeiten, welche Auswirkungen die dauerhafte Videoüberwachung auf unser Verhalten hat und was wir dem entgegensetzen können.
ReferentIn: Seminar für angewandte Unsicherheit
Erich Töpfer, Zentrum Technik und Gesellschaft an der TU Berlin
Moderation: Christian Schröder, reflect!
Reflectures: Fünf Abende, immer mittwochs vom 27. Oktober bis 24. November 2010
In dieser Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Hellen Panke wollen wir diskutieren, wo und in welchen Bereichen unseres Alltags offensichtlich und versteckt Kontrolle stattfindet. Wie funktioniert diese Kontrolle als neoliberale Zurichtung, wem nutzt sie und was macht sie aus unserer Gesellschaft?
Wo und wie können wir uns der Kontrolle entziehen und gegen Disziplinierung aktiv werden? In fünf Abendveranstaltungen diskutieren wir Praxen und Theorien von und gegen Kontrolle und Überwachung.

Gefördert von: Rosa Luxemburg Stiftung, Helle Panke

