WM2006

Autor_in: 
Lars Bretthauer

„What’s nationalism without football, what’s football without nationalism?“

Einen Artikel über das Verhältnis von Fußball und Nationalismus zu schreiben, scheint auf den ersten Blick selbstverständlich. Schließlich sind gerade innerhalb der Linken Vorbehalte gegenüber dem Fußball als institutionalisiertem Feld nationalistischer Verhaltensweisen gängig. Fußball stellte bis Mitte der 1990er einen der wenigen gesellschaftlichen Orte in Deutschland dar, an dem die kollektive Identifizierung mit der „deutschen Nation“ offen gelebt wurde und das „WIR“ offen und erleichtert in den Nachrichtensendungen über die Lippen ging. So unerlaubt der aggressive Bezug auf die „deutsche Nation“ im zivilen und politischen Leben war, so nachdrücklich war die Einladung, mit „unseren Jungs“ zu fiebern, wenn „ganz Deutschland“ vor dem Fernseher die Daumen drückte.

Autor_in: 
Christian Schröder

Homeless World Cup - Die Fußball-WM der Obdachlosen

Peter Skrabut ist Spieler der deutschen Nationalmannschaft. In seinem Alltag verkauft er seit 2001 die Regensburger Straßenzeitung Donaustrudl. 1,30 Euro kostet die monatliche erscheinende Ausgabe, die Hälfte der Verkaufserlös geht an ihn, der Rest geht an die Zeitung. Der 46-Jährige hat zwei fehlgeschlagene Versuche unternehmerischer Selbstständigkeit hinter sich. Seine Beziehung ging in die Brüche. Er machte Schulden, wurde mittel- und obdachlos. Im deutschen Team der Fußball-WM der Wohnungslosen ist er seit dem ersten Anpfiff 2003 dabei.

Autor_in: 
Lars Bretthauer


WM ist WM. So könnte man meinen, egal wie man zum Fussball steht. Die „WM im eigenen Lande“ stellt jedoch eine spezielle Eigenart dar, die es lohnt, genauer betrachtet zu werden.  Denn die Bewerbung und spätere Durchführung einer Weltmeisterschaft ist in die wirtschaftlichen und politischen Strukturen der Länder integriert, die sich um die Ausrichtung einer WM bewerben und diese durchführen.

Autor_in: 
Tanja Walther

kick off

Fußball ist in Deutschland die beliebteste Teamsportart. Die Zuschauerzahlen im Profifußball steigen und zeigen, welch hohe Akzeptanz Fußball genießt. Fußball wird als „Event“ vermarktet und auch erfolgreich verkauft. Seit Beginn des WM-Jahres gibt es kaum noch ein wichtigeres Thema als Fußball, ob wir wollen oder nicht.

Autor_in: 
Matthias Jaenicke

Einige Anmerkungen zur gesellschafts­politischen Rolle des Bundestrainers

Im Deutschland der Vor-WM-Hysterie verschmelzen Fußball und Politik zu einem unübersichtlichen Gemengelage. Mittendrin in dieser durchaus brisanten Mischung: Jürgen Klinsmann, Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Seine Bedeutung geht inzwischen weit über den Fußball hinaus. Höchste Zeit also für eine kritischeWürdigung des blonden »Revolutionärs« (Die Zeit).

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