WM2006

Autor_in: 
Lars Bretthauer

 

Gesellschaftsanalyse wird immer von einem bestimm­ten Ort und aus einer spezifischen Perspektive unternommen. Das Erkenntnissubjekt ist der gesellschaftlichen Realität nicht vorgängig, sondern immer schon durch sie subjektiviert und in ihren Erkenntnismöglichkeiten geprägt. In seinem sehr lesenwerten Buch „Tor zur Welt. Fußball als Realitätsmodell“ stellt sich Klaus Theweleit diesen philosophischen Lehrformeln mit der Frage, inwiefern Gesellschaft aus der Perspektive des Fußballsozialisierten verstanden werden kann.

Autor_in: 
Niklas Wittkowski

Deutsche Hooligans zertrümmerten während der WM in Frankreich 98, dem Familienvater und Polizisten Daniel Nivel den Schädel. Wenn in diesem Jahr die englische Nationalmannschaft spielt, geht man besser nicht auf die Straße. Hooligans sind nicht ausgelastete Jugendliche aus sozialen Brennpunkten. Hooligans sind Verbrecher, Menschen vor denen man Angst hat.

Autor_in: 
Dario Azzellini

„Die Isolierung kann mit einem Fußball durch­brochen werden, mit ihm können viele virtuelle Tore gegen die Macht und das System geschossen werden.“
Guillermo Almeyra

Autor_in: 
Lars Bretthauer

Im Vorfeld der WM2006 wurde die Schwarzen Nationalspieler Gerald Asamoah und Patrick Owomoyela zum Ziel rassistischer Mobilisierungen des rechtsextremen Spektrums.

Autor_in: 
Julia Bretthauer

Frauen und Fußball: das Normalste der Welt oder eine Gleichung mit zwei Unbekannten? Dieser Frage geht das Buch „gender kicks. Texte zu Fußball und Geschlecht“ nach. ‚Gender’ bezieht sich in dieser Publikation auf die dargestellte Männlichkeit auf dem Platz oder im Stadion sowie auf den Ausschluss von Homosexualität. Weiterhin rekurriert es auf die Rolle von Frauen in der „Männerdomäne“ Fußball und die vielfältigen Sexismen. Wie z.B. sehen die verschiedene Positionen im Fußball aus, die von Frauen besetzt werden – sei es als Trainerin, Fan, Spielerin oder Hooligan?

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