Staatstheorie

Unser Seminar begann am Freitag, den 18. Mai 2007 mit einer ausführlichen Vorstellungsrunde. Dabei wurde klar, dass die TeilnehmerInnen im wesentlichen drei unterschiedliche Motivationen mitgebracht hatten, die die Themenstellung des Seminars reflektierten.

Wochenendseminar: Die G8 mit Nicos Poulantzas’ Staatstheorie verstehen
Datum: 
Freitag, 18. Mai 2007 - 10:00 - Sonntag, 20. Mai 2007 - 18:00

Während des G8-Gipfels 2007 treffen sich die Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten
in Heiligendamm an der deutschen Ostseeküste. Die G8 ist gleichzeitig
eine Form internationaler politischer Kooperation (z.B. globale Energieversorgung)
und Konkurrenz (um die profitablen Investitionsmöglichkeiten suchende globale Kapital).
Damit stellt sie eine Form internationaler Staatlichkeit dar. G8-Gipfel bilden seit
einigen Jahren einen Höhepunkt für die Proteste globalisierungskritischer Bewegungen.
Auch in Deutschland läuft die Mobilisierung 2007 zu diesem "Event" auf Hochtouren.
Dabei sind die politischen Auseinandersetzungen und Proteste gegen die G8
wesentlich dadurch geprägt, welche Vorstellungen von Staat bei den AktivistInnen
vorhanden sind und welche Aufgaben einzelnen Staaten und Staatenbünden wie
dem G8 zugeschrieben werden.

Adresse: 
Werkstatt 3, Nernstweg 32 – 34, Hamburg

Nicos Poulantzas (1936-1979) erkannte frühzeitig die Auflösungserscheinungen des fordistischen Vergesellschaftungsmodus. In Auseinandersetzung mit Marx, Gramsci, Althusser, Foucault u.a. formulierte er Fragestellungen und Einsichten, die trotz ihrer Aktualität in linken Debatten lange Zeit nicht auftauchten. Seine Überlegungen sind für das Verständnis der Gegenwart angesichts der Durchsetzungsformen des Neoliberalismus von großer Bedeutung.

Autor_in: 
Lars Bretthauer

Das Netz staatlicher Über­wachungs- und Kontroll­ma߭nahmen ist mittlerweile unüberschaubar. Es reicht von Video- und Telefon­über­wachungen, über verdachts­unab­hängige Kontrollen im öffent­lichen Raum bis zu inter­nationalen Geheim­gefängnissen. Rolf Gössner wagt der Unübersicht­lichkeit zum Trotz einen sehr lesenswerten Quer­schnitt durch das Feld der Inneren Sicherheit in Deutschland seit dem 11.9.2001.

Autor_in: 
Antonio Negri

Die Krise der politischen Repräsentation ist offensichtlich. Es gibt keine(n) Autor(in) der Politikwissenschaften oder der politischen Philosophie, der/die sich nicht mit ihr beschäftigt. Es lassen sich zahllose Beispiele von Wahlen und Konstruktionsprozessen von politischer Repräsentation anführen, die sich als toter Punkt der Demokratie präsentieren oder als ihre zweifelhafte Transformation.

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