Migration

Autor_in: 
Susanne Hofmann

Prostitution – weibliche Migra­tionsstrategie oder Frauenhandel? Darüber werden heiße Diskussionen geführt. Das Beispiel der Sexarbeit in der US-amerikanisch-mexikanischen Grenzstadt Tijuana zeigt, wie schwierig die Abgrenzung ist. Die Migrationsforschung beschäftigt sich erst seit den 1990er Jahren mit Frauen in der Migration. Früher wurden sie meist als Anhängsel von männlichen Arbeits­migranten betrachtet. Erst in den letzten Jahren werden sie als unabhängige Akteurinnen im Migrationsprozess ‚entdeckt‘. Dabei war laut UN-Berichten schon lange knapp die Hälfte der internationalen MigrantInnen Frauen.

Autor_in: 
Susanne Lang

„Die Gewerkschaftsführer stehen auf der Seite der eingewanderten Arbeiter“, erklärte am 16. Februar 2000 der Exekutivrat des US-amerikanischen Gewerkschaftsdachverbands AFL-CIO. Die Gewerkschaftsführung kritisierte in einem viel beachteten Positionspapier die Politik der US-Regierung, die zu einem System führe, „das Diskriminierung hervorbringt, skrupellose Arbeitgeber, die Arbeiter ohne Papiere ausbeuten, unbestraft lässt und folglich die Rechte aller Arbeiter verleugnet.“

Autor_in: 
Sarah Ehlers
 

Selbstmordversuche, Selbstverletzungen und Hungerstreiks kommen im Abschiebeknast Berlin-Köpenick seit Jahren immer wieder vor. Es sind Akte der Verzweiflung, aber auch der Entschlossenheit der Gefangenen, die dort bis zu 18 Monaten auf ihre Abschiebung warten müssen. „Entweder raus oder krank oder ganz kaputt“ sagt Wladimir C., der versucht hatte sich aufzuhängen. Die Gefangenen schneiden sich mit Rasierklingen, Dosenblechen und Plastikmessern oder zerstören ihren Körper durch das Verschlucken von Gegenständen und durch Hunger- und Durststreiks auf langsamem Wege.

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