Konsum

Autor_in: 
Boris Demrovski


Es geht quer durch die bunte Warenwelt der Shoppingmeile. Die Globalisierung ist längst in unserem Alltag verankert und hinterlässt Spuren in unserem Konsumverhalten. Egal ob Verbrauchsgüter oder neue Technikspielerei, viele Produkte haben bereits mehr Länder dieser Welt bereist als du. Folge unserer Entdeckungsreise durch die Straßen dieser Stadt.

Autor_in: 
Chris Methmann


Konsumkritik gilt vielen als Ideologie, die gesellschaftliche Probleme auf Einzelne abwälzt. Dabei ist sie dringend nötig – und kann unter den richtigen Vorzeichen viel gewinnen: Einen alltagstauglichen Zugang zur Kapitalismuskritik zum Beispiel.

Autor_in: 
Christian Noll


Der Grund waren nicht die Hungeraufstände in Tahiti und nicht der für Geringverdienende schmerzhafte Anstieg der Lebensmittelpreise in Deutschland. Es war weder die zunehmende Flächenkonkurrenz zwischen Nahrungs- und Energiepflanzen, noch dass deutlich wurde, wie mit „Bio“-Ethanol der Regenwald samt Orang-Utan in den Tank gespritzt wird. Nein, allein an der Sorge des ADAC um drei Millionen gefährdete Autos scheiterte das Gesetz zur Beimischungspflicht für Agrosprit in Deutschland. Der politische Wille, die weltweite Ernährungslage zu verbessern, ist weiterhin nicht in Sicht, obwohl die Notwendigkeit immer erdrückender wird.

Autor_in: 
Dorothea Müth


Drei Episoden vom Konsum

Episode #2 _ Regionalgeld: Lokale Solidarität oder Protektionismus im Kleinen?

„Wenn wir das Café wirklich aufmachen, dann tun wir Dinge, die uns am Herzen liegen: Regionalgeld, Grundgehalt, und Kunst.“ Das Café Grundgehalt liegt in einer ruhigen, kleinen Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg 61. Sonntags wird Tatort geguckt, mittwochs ist Computertag, und einmal im Monat trifft sich hier das „Netzwerk Grundeinkommen“. Es gibt selbstgebackenen Kuchen, Eintopf und Gemüse-Quiche.

Autor_in: 
Dorothea Müth

 

Drei Episoden vom Konsum

Episode #1: Funktionales Wohnen: Kleine Gesellschaft ohne Eigentum

„Die Leute bleiben in Bewegung. Sie beschäftigen sich mehr miteinander, und man bekommt ein Gefühl für die ganze Wohnung.“ So schwärmt Alex* vom Funktionalen Wohnen, womit der Student schon in mehreren Berliner Wohngemeinschaften Erfahrungen gesammelt hat. Statt vieler privater Zimmer gibt es beim FuWo nur zweckbestimmte Räume – „wie auch sonst in der Gesellschaft“, meint Alex. Es gibt zum Beispiel eine Bibliothek, ein Still­arbeitszimmer und eins, das als Büro fungiert; ein Freizeitzimmer, Strand genannt, natürlich ein Badezimmer und ein Koch- und Esszimmer – den Funktionen sind keine Grenzen gesetzt. In jedem Raum steht außerdem ein Bett. Die BewohnerInnen verhandeln jeden Abend neu, wer wo schläft. Sie haben die Zimmer gemeinsam eingerichtet und auch die Kleidung benutzen sie zusammen. „Dadurch haben wir die ‚ursprünglichen‘ Besitzverhältnisse zum Teil vergessen“, stellt Alex fest.

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