Klimawandel

Datum: 
Samstag, 15. Juni 2013 - 14:00

veranstaltet von:


NewYorck59  |  Theaterspielraum  |  Heilpraktikschule  |  Kita Nord  |

Umsonst & draußen

**  Infostände  **  Büchertische  **  leckeres Essen & Getränke  **
**  Solimassagen  **  Ausstellung zum GÜZ-Camp  **  Kleidertauschbörse  **

**  Artistik & Clownerie  **  Kinderschminken  **  Torwandschießen  **

**  Kistenstapeln  **  Kinderflohmarkt  **

 

Adresse: 
Bethanien-Südflügel Mariannenplatz 2 A + B 10997 Berlin-Kreuzberg
Autor_in: 
Tadzio Müller
Alexis Passadakis

 

Wir haben ein Problem. Nein, nicht das mit dem Klima. Das wissen ja schon alle. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern und die Kanzlerin/Klima-Queen in Personalunion Merkel hat es schon längst verstanden, aus diesem ‚Problem’ politisches Kapital zu schlagen. Als Linke haben wir nämlich noch ein weiteres Problem: Wir haben so ziemlich überhaupt keine Ahnung, wie wir mit diesem neuen Problem umgehen sollen. Zwar existieren in der Linken hierzulande sicherlich einige gute Ideen zum Thema Klimawandel, aber seit dem frühen Tod der grünen Bewegung gibt es einfach kaum eine Bewegung und eine Praxis, die eine linksradikale Klimapolitik tragen könnte.

Autor_in: 
Chris Methmann


Konsumkritik gilt vielen als Ideologie, die gesellschaftliche Probleme auf Einzelne abwälzt. Dabei ist sie dringend nötig – und kann unter den richtigen Vorzeichen viel gewinnen: Einen alltagstauglichen Zugang zur Kapitalismuskritik zum Beispiel.

Autor_in: 
Niels Boeing


Der Traum vom gläsernen Kunden gekreuzt mit Überwachungsphantasien und ökologischer Korrektheit: Im Namen des Klimaschutzes könnten neue Kontrolltechniken salonfähig werden.

Es ist noch nicht lange her, dass der ökologische Umbau der Industriegesellschaft als Anliegen so genannter Gutmenschen verblasste. Die vermeintliche Revolution eines sozialen Internets erschien aufregender, der „Krieg gegen den Terror“ dringlicher, als sich den Kopf über Ressourceneffizienz oder biologische Landwirtschaft zu zerbrechen. Das ist vorbei: Das Thema Nachhaltigkeit hat, 15 Jahre nach der Rio-Konferenz, wieder den politischen Mainstream erreicht. Schaut man allerdings genauer hin, welche Überlegungen hierzu kursieren, kann man am Horizont eine beunruhigende Entdeckung machen: ein sich ausweitender Kontrollzwang, in dem sich Computernetzwerke und ökologische Korrektheit mit Überwachungsphantasien und dem Traum vom gläsernen Kunden kreuzen. Allen Strängen ist nämlich eines gemeinsam: Die Rettung der kapitalistischen Welt wird vor allem als ein Problem der Datenerfassung begriffen.

Autor_in: 
Christian Schröder

 

Was für ein eigenwilliges Buch! Drei Erzählstränge verlaufen unabhängig voneinander und werden nicht zusammengeführt. Darin berichten verschiedene Erzähler von derselben Person in unterschiedlichen Lebensphasen: Gregorio Ugarte alias Goio steht im Mittelpunkt aller Geschichten. Im Hier und Jetzt lebt er als untergetauchter Exil-Baske an der nicaraguanischen Atlantikküste, hat Sprache und Gedächtnis verloren. Freundin Maribel nimmt ihn mit auf eine Mittelamerikareise, um ihn mit der Erinnerung zu konfrontieren. Spanische Verfolger sind ihnen dicht auf den Fersen. Jugendfreund Adoni berichtet von seiner gemeinsamen Zeit mit Goio in den 1970er Jahren, als sie im baskischen Fischerort Kalaportu in die gleiche Schulklasse gingen, im Unterricht kein Baskisch reden durften und Gefechte zwischen Guardia Civil und ETA-AktivistInnen mit ansahen. Ein ungenannter Erzähler schließlich schildert Goio, wie er sich auf eine Forschungsreise in die Antarktis begibt, um einen Todkranken zu pflegen. Bei der Rettung von ihrem eingefrorenen Schiff verliert er seine Ausweispapiere.

Weiterempfehlen (2 Klicks für mehr Datenschutz)