Google: Die grösste Datenkrake im Netz

Autor_in: 
Neelke Wagner
 

Googles Unternehmensmotto lautet „don’t be evil“ – angesichts der Omnipräsenz im Web und der dabei stattfinden Datensammelwut von Google muss man mittlerweile hoffen, dass Google ja nicht zu „evil“ wird. Google kann auf zwei Arten zum datenschleudernden Feind werden.

Zum einen ist alles und jedes, was mensch im Internet veröffentlicht, von Google erfassbar. Wenn mensch sich nun z.B. in seinem privaten Blog über seinen Arbeitgeber auslässt und dies auch noch mit richtigem Namen kennzeichnet, könnte mensch damit gegoogelt werden und ein ernstes Problem bekommen. Das gleiche gilt für politische Inhalte, da beispielsweise öffentliche Arbeitgeber wieder verstärkt dazu neigen, die politische „Gesinnung“ zu überprüfen und gegebenenfalls die Einstellung zu verwehren (z.B. In Baden-Württemberg, siehe: de.wikipedia.org/wiki/Radikalenerlass)

Zweitens speichert Google alles, was es je gefunden hat. Zwar verspricht Google, diese Daten nicht an andere weiterzugeben (bzw. erst nach richterlichem Beschluss), jedoch kann sich dies in Zukunft auch ändern – und die Daten werden dann schon da sein. Google bietet mittlerweile so ein umfangreiches Angebot an, dass es ermöglicht, komplette Nutzerprofile zu erstellen:

Durch ihre Suchmaschine wissen sie, was oder wen man im Netz sucht, durch Chat (googletalk) und Mails (gmail) wissen sie, mit wem man worüber kommuniziert, durch google-analytics (sehr verbreitetes Tool zur Erhebung von Websitestatistiken) wissen sie, welche Seiten man besucht, wenn man nicht die Google-Suche verwendet, durch Google-Maps und -Earth wissen sie, für welche Orte ich mich interessiere (Geschäfte, Kneipen etc.), durch Google-Video und YouTube (von Google gekauft) kennen sie den Film- und Musikgeschmack, durch Writely (Online-Textverarbeitungsprogramm von Google) und Konsorten erfahren sie, was für Dokumente man schreibt, mit ihrem Bezahlservice (gpay) sehen sie, was man wann wo einkauft und mit Blogger.com verrät man ihnen den Rest, den sie noch nicht wissen. Und für den eigenen Computer gibt es dann noch die Desktopsuche, deren Ergebnisse mittlerweile auch auf den Servern von Google gespeichert werden können. Dies bedeutet nicht, dass Google diese Daten tatsächlich miteinander kombiniert und auswertet, aber sie liegen zumindest alle schon vor…


 

Weiterempfehlen (2 Klicks für mehr Datenschutz)