Neuerscheinung
| Daniel von Fromberg
Demokratische Philosophen. Der Sophismus als Traditionslinie kritischer Wissensproduktion im Kontext seiner Entstehung 210 Seiten Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster, 2007 EUR 24.90 ISBN 978-3-89691-668-6
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Die Sophisten, antike Denker und Zeitgenossen Sokrates', gelten nicht zuletzt infolge von Platons Verdikt als Hasardeure der Ideengeschichte und als ruchlose - ja sogar -, vorphilosophische Schwindler. Mit Blick auf eine ‚Ideengeschichte der Unterdrückten' zeigen sich die Sophisten jedoch weniger als rhetorisch gewandte Strolche denn vielmehr als Demokratische Philosophen - als bedeutende Traditionslinie wie auch als Inspirationsquelle radikal-herrschaftskritischen Denkens. Die vorliegende, gleichermaßen hegemonietheoretisch wie diskursanalytisch inspirierte Untersuchung begibt sich deshalb auf eine äußerst facettenreiche und gewagte wissenschaftliche Zeitreise, die sie bis zu den historischen Entstehungsbedingungen der Sophistik, der athenischen Demokratie, zurückführt. Auf dem Weg dorthin entsteht in hitzigem Dialog mit so unterschiedlichen Figuren wie Aristophanes, Nietzsche und von Lowtzow sowie in Auseinandersetzung mit dem historischen Hintergrund - von der Entstehung der Demokratie bis zum Peleponnesischen Krieg - ein differenziertes Bild der Sophistik, das die dominante Historiographie politischer Ideen kritisch hinterfragt.
Der Autor
Daniel von Fromberg, geb. 1978, Dipl.Pol., Studium an der Freien Universität Berlin und der York University in Toronto, Kanada. Arbeitsschwerpunkte: Politische Theorie, Internationale Politische Ökonomie und Demokratiegeschichte. Er promoviert derzeit am Otto-Suhr-Institut zum ´War on Terror´ als neuer Weltauffassung am Beispiel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und ist Promotionsstipendiat der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Er ist außerdem tätig im Bereich der politischen Erwachsenenbildung und als freier Journalist.
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